Aufzeichnungen aus dem
Untergrund

Sprechtheater über die ausgesprochene und unausgesprochene
Wut, 2021

Ein Beamter in seinem Kellerloch erzählt. Er erzählt vom Beamtenwesen, von seinem Zuhause, der Gesellschaft, in der er lebt, seinen Genüssen, seiner Langeweile und vor allem von seinen Ansichten über die Welt. Er dreht Spiralen um sich selbst und lässt jede:n an seiner nie endenden Wut teilhaben. Diese Wut treibt ihn von tiefer Trauer zum Lachkrampf, von Passivität bis an den Rand der Verzweiflung. Er lässt keinen Dialog zu; er führt einen Monolog, so wie er eigentlich nicht geführt werden sollte.

Aufbauend auf Dostojewskis «Aufzeichnungen aus dem Kellerloch» hat das Kollektiv Dionysos ein Stück erarbeitet, das sich mit dem Jetzt auseinandersetzt. Das Stück thematisiert, wie wir uns fühlen, wenn wir mit wütenden Menschen konfrontiert sind und wie wir nicht miteinander umgehen sollten. Es spiegelt die Bünzli-Boomer-Wutmenschen und zeigt, wo wir ihnen begegnen.

Mit drei Schauspielern, die den unüberlegten Beamten durch den Abend reflektieren lassen, begleitet von sphärischer Musik am Klavier, holt das junge Kollektiv die Thematik auf die Bühne. Die schrillen Beamten kämpfen sich durch den Abend – ungewiss -, ob sie mit ihrer Wut weiterkommen oder nicht.


Südpol, mittlere Halle            09.1.2022, 20.00Uhr
Arenalstrasse 28                     12.1.2022, 20.00Uhr
6010 Kriens                            13.1.2022, 20.00Uhr
                                                14.1.2022, 20.00Uhr
                                                15.1.2022, 20.00Uhr
                                                16.2.2022, 20.00Uhr

Reservationen unter:
Reservation@kollektivdionysos.ch

Regie/Produktionsleitung: Catherine Claessen
Musik: Matteo Minonne
Szenographie: Nikita Baumgartner
Kostümbild: Lina Kuenzi
Oeille extérieure: Dominik Kilchmann

Spiel: Beda Planzer, Fabian Stutz, Roman Hostettler